Yoga der Achtsamkeit verbindet klassische Hatha-Yoga-Übungen mit einer meditativen Haltung. In bewussten Bewegungen kommt der Geist zur Ruhe. Hatha bedeutet kraftvoll. Schon in der 2000 Jahre alten Bibel des Yoga (Yoga-Sutra des Patanjali) heißt es, die Yogaübungen sollen leicht (Sukkam) und kraftvoll (Sthira) ausgeführt werden.

Wenn die Haltung leicht und stabil ist, beginnt der Zustand des Yoga. Die Gedanken kommen allmählich zur Ruhe. Dann wird der Geist still und klar. Wir finden zu uns selbst. Gleichzeitig erkennen wird, dass wir mehr sind als unser Ego. Durch die Praxis des Yoga betreten wir die Welt der Spiritualität. Im Yoga-Sutra heißt es:

Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelisch-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen
Yogash-citta-vritti-nirodhah

Yoga Sutra des Patanjali 1.2, Übersetzung Bettina Bäumer

Yoga der Achtsamkeit – Kursthemen

In den Kursen lernen Sie alles über Yoga. Themen, die wir in den Unterricht einfließen lassen, handeln z.B. über den Achtfachen Pfad (Ashtanga) des Yoga. Die ersten zwei Pfade sind die ethischen Regeln, die es zu beachten gilt (Yamas und Niyamas). Der dritte Pfad sind die Körperübungen (Asanas). Diese kennen Sie bestimmt. Auf dem vierten Pfad lernen Sie Atemübungen (Pranayama), die einen starken Einfluss auf das Nervensystem haben. Die letzten drei Pfade behandeln die Meditation (Pratyahara, Dharana, Dhyana). Das Ziel des klassischen Yoga ist zu innerer Freiheit und Erkenntnis zu kommen (Samadhi). Darüber hinaus gibt es viele interessante Themen, wie z.B. das Energiesystem des (Chakras und Bandhas), energetische Körper- und Handhaltungen (Mudras), Yoga-Philosophie (Bhagavad Gita und Yoga Sutra), Mythen des Yoga (Puranas) und der Beckenboden (Mula Bandha).

Yoga der Achtsamkeit – Stundenaufbau (Vinyasa Krama)

Die richtige Reihenfolge der Übungen zu wählen, wird im Yoga als Vinyasa Krama bezeichnet. Eine gute Vorbereitung des Körpers und eine gute Technik sind für Yoga überaus wichtig. Um den Körper aufzuwärmen nutzen wir kleine Übungsreihen und dynamische Übungen. Mit leichten Yogaübungen mobilisieren wir zuerst die großen Gelenke, Muskelgruppen und die Wirbelsäule. Dann erarbeiten wir mittelschwere Yogaübungen. Erst wenn die Übungen mit Leichtigkeit ausgeführt werden können, beginnen wir sie kraftvoll für einige Atemzüge zu halten.

Der Unterricht gliedert sich in mehrere Phasen. Anfangs bieten wir eine Meditation an, um vom Alltag abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Dann wärmen wir den Körper mit dynamischen Yogaübungen auf. Wir mobilisieren die großen Gelenke, Muskelgruppen und die Wirbelsäule. Im Hauptteil üben wir neue und bekannte Haltungen. Wir legen großen Wert darauf, den ganzen Körper einzubeziehen. An die schwierigeren Übungen führen wir Sie langsam heran. Erst wenn die Übungen mit Leichtigkeit ausgeführt werden können, beginnen wir sie kraftvoll für einige Atemzüge zu halten. Am Ende der Stunde kommt der Körper durch einfache Übungen im Sitzen und Liegen langsam zur Ruhe. Das ist der richtige Zeitpunkt für die Atemübungen (Pranayama). Zuletzt entspannen wir den ganzen Körper in einer angeleiteten Tiefenentspannung (Yoga Nidra).

Unser oberstes Ziel ist es, Ihre Gesundheit zu fördern. Deshalb verzichten wir bewusst auf fortgeschrittene Yoga-Übungen, wie z.B. dem Kopfstand. Diese sind aus unserer Sicht für die meisten Schüler zu anstrengend und können daher leicht zu Verletzungen führen.

Anfänger oder Fortgeschritten?

Wir bieten Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Es ist uns wichtig, auf die Bedürfnisse und körperlichen Voraussetzungen der Teilnehmer einzugehen. Dabei ist das oberste Prinzip im Unterricht Gewaltlosigkeit (Ahimsa). Sie sollen nicht mit Gewalt über Ihre körperlichen Grenzen gehen und sich überfordern. Daher bieten wir für alle Übungen Alternativen an. So können Sie auch als Anfänger in den Kursen der Mittelstufe gut mitkommen. Wenn Sie unsicher sind, welcher Kurs für Sie der richtige ist, dann nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie.

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