Vagusnerv

Der Vagusnerv als das Tor zur Entspannung

Der Vagusnerv führt sein Eigenleben in Deinem Körper, ohne dass Du daran viel ändern kannst. Er ist Teil des autonomen Nervensystems. Das Nervensystem wird durch Stress und Entspannung beeinflusst. Wenn Du im Stress bist, dann feuert der erregende Nervenstrang (Sympathikus). Dagegen flackert der beruhigende Vagusnerv kaum. Medizinisch ausgedrückt ist der Tonus des Sympathikus hoch, der Tonus des Vagus dagegen niedrig. Diese ungesunde Konstellation kann zu einer Depression führen, das haben Wissenschaftler herausgefunden.

Eine Studie von Andrea Chambers und John Allen zeigt, wie sich die Werte während der Therapie der Depression verändern. Bei einer Besserung nahm die Respiratorische Sinusarrhythmie zu und gleichzeitig die Herzfrequenz ab. Diese Konstellation ist ein Zeichen für körperliche Entspannung. Aus diesen Ergebnissen lässt sich ableiten, dass körperliche Entspannung und damit verbunden die Zunahme des Vagustonus zu einer Besserung der Depression führt.

Wäre es da nicht wundervoll, den Vagustonus direkt beeinflussen zu können. Bethany Kok konnte z.B. in einer Studie belegen, dass der Tonus des Vagusnervs bei der Liebenden-Güte-Meditation (Mettameditation) deutlich steigt. Gleiches beobachtete Bangalore Kalyani beim OM-Singen im Yogaunterricht. Aber auch Bewegung, Gespräche oder Psychotherapie stimulierten den Nerv wie andere Studien herausfanden.

Eigentlich ganz einfach, könnte man meinen. Alles was gut tut, verbessert den Zustand der Depression. Doch was tun, wenn man den Kontakt zu den Gefühlen verloren hat. Das ist nämlich ein wesentliches Symptom der Depression. Eine Bio-Feedback-Analyse kann da helfen. Diese misst verschieden Werte, die ein Indiz für Entspannung sind.

Wenn Du aber nicht auf ein Messgerät angewiesen sein willst, dann vertraue auf Yoga und Achtsamkeit. Damit steigerst Du die Entspannungsfähigkeit Deines Körpers langfristig. Buche doch einfach einen unserer Kurse.

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